Kurze Bewegung
Energie umleiten durch körperliche Aktivität.
Konzentriere dich nur auf die Bewegung.
Kein Leistungsdruck.
Kompulsiver Konsum von Pornografie oder sexuell riskantes Verhalten.
Einsamkeit, Langeweile, Stress, Müdigkeit, bestimmte Apps, abends/nachts.
"Nur kurz schauen", "Das ist normal", "Niemand erfährt es".
Diese Gedanken kennen viele. Sie sind nicht die Wahrheit.
Gerät weglegen, Filter aktivieren, Raum wechseln, körperliche Aktivität, Kontakt suchen.
Bei Zwanghaftigkeit, Beziehungsproblemen oder Scham, die den Alltag blockiert: Therapie erwägen.
Kompakte Übungen für dein Thema – tippe eine Karte für die Anleitung.
Energie umleiten durch körperliche Aktivität.
Das Nervensystem durch Kälte unterbrechen.
Bring deine Aufmerksamkeit zurück in den Körper.
ACT-Technik: Gedanken kommen und gehen wie Blätter auf einem Bach – du musst ihnen nicht folgen. Hilft gegen festgefahrene Suchtgedanken.
Setz dich hin, schließe die Augen oder schaue auf einen Punkt am Boden. Stell dir einen ruhigen Bach vor – oder erinnere dich an einen echten Ort in der Natur.
Wenn ein Drang-Gedanke kommt („Ich brauche das“, „Es reicht nicht“, „Nur heute“): Stell dir vor, du schreibst ihn auf ein Blatt und legst es auf den Bach.
Beobachte, wie das Blatt langsam mit dem Wasser treibt – um die Kurve, weiter weg, aus dem Blickfeld. Du stehst am Ufer – du bist nicht das Blatt.
Kommt der nächste Gedanke: wieder ein Blatt. Kein Urteil („Das ist ein schlechter Gedanke“). Nur: da ist ein Blatt, es schwimmt davon.
Wenn du merkst, dass du mitgeschwommen bist (im Gedanken schon beim Konsum bist): Sanft zurück ans Ufer. „Ah, ich war im Blatt.“ Ein neuer Gedanke, neues Blatt.
Nach 5–10 Minuten: Öffne die Augen. Der Drang darf noch da sein – aber du hast geübt, nicht jede Gedankenwelle mitzugehen. Das wird mit jeder Wiederholung leichter.
Soziale Verbindung ist einer der stärksten Schutzfaktoren gegen Rückfall – du musst nicht alles alleine durchhalten.
Wähle jetzt (in ruhiger Zeit) 1–3 Menschen für deine Notfall-Liste: Jemand, der weiß, worum es geht – oder einfach jemand, der zuhört. Speichere die Nummer sichtbar (Notfallplan, Kontakte auf dieser Seite).
Wenn der Drang kommt: Ruf an, bevor du nachgibst. Du musst nicht „alles erklären“. Ein Satz reicht: „Ich hab gerade starken Drang, kannst du kurz mit mir reden?“
Wenn niemand rangeht: Sprachnachricht oder kurze SMS – „Drang gerade stark, melde mich.“ Oft allein schon die Verbindung, ohne perfektes Gespräch.
Am Telefon: Sag, was du brauchst – Zuhören, Ablenkung, oder „Erinnere mich an meinen Grund“. Du darfst weinen, stottern, pausieren. Perfektion ist nicht das Ziel.
Nach dem Gespräch: Bewerte den Drang erneut 0–10. Plane die nächsten 30 Minuten (Timer, rausgehen, andere Übung). Ein Anruf ersetzt keine Therapie – aber er kann die kritische Phase überbrücken.
Wenn du niemanden hast: TelefonSeelsorge 0800 111 0 111 (kostenlos, anonym) oder Hilfsangebote unter „Hilfe finden“. Verbindung zählt – auch mit Fremden in der Krise.
Eine einfache Atemübung, die das Nervensystem beruhigt.
Dich im Hier und Jetzt verankern.
Den Drang wie eine Welle kommen und gehen lassen.
Verspreche dir, erst 10 Minuten nicht nachzugeben. Die meisten Drangwellen klingen in dieser Zeit ab – ohne dass du sie „bekämpfen“ musst.
Sag dir laut oder leise: „Ich gebe jetzt nicht nach – ich warte 10 Minuten. Danach darf ich neu entscheiden.“ Das nimmt den Druck, für immer verzichten zu müssen.
Starte einen Timer (Handy, Uhr oder die 10-Min-Funktion auf dieser Seite). Lege das Handy so hin, dass du es siehst – der Timer ist dein Anker, nicht der Drang.
Beobachte den Drang wie eine Welle: Wo spürst du ihn im Körper? Brust, Bauch, Kiefer? Gib der Empfindung eine Zahl von 0–10. Du musst nichts ändern – nur wahrnehmen.
Füttere den Drang nicht mit Gedanken wie „Nur einmal …“ oder „Ich halte das nicht aus.“ Wenn solche Gedanken kommen, nimm sie wahr und lenke sanft zurück zum Timer oder zur Körperwahrnehmung.
Nutze die Wartezeit für eine kleine Gegenhandlung: Wasser trinken, 20 Schritte gehen, jemanden schreiben oder 5 tiefe Atemzüge. Nicht um den Drang wegzumachen – sondern um nicht stillzustehen.
Wenn der Timer klingt: Wie stark ist der Drang jetzt (0–10)? Oft ist er gesunken. Wenn er noch da ist – starte einen zweiten 10-Minuten-Block oder wechsle zu einer anderen Übung. Du hast schon bewiesen, dass du warten kannst.
Hungry, Angry, Lonely, Tired – oft verwechselt der Körper ein Grundbedürfnis mit Suchtdruck. Vier Fragen, bevor du handelst.
H – Hungry (Hungrig): Wann hast du zuletzt gegessen? Blutzucker-Tief kann Drang verstärken – bei Alkohol, Nikotin, Essen und mehr. Wenn unsicher: eine echte Mahlzeit oder einen Snack mit Protein, 15 Minuten warten, Drang neu bewerten.
A – Angry (Wütend / angespannt): Bist du frustriert, verletzt, gestresst? Ärger senkt die Impulskontrolle. Kurz: Name der Emotion, 10 tiefe Atemzüge, oder 5 Minuten rausgehen – bevor du dem Drang die Schuld gibst.
L – Lonely (Einsam): Fühlst du dich allein, nicht gesehen, abgeschnitten? Suchtdruck füllt oft soziale Leere. Schreib jemandem, ruf kurz an, oder geh an einen Ort mit Menschen (Café, Spazierweg) – ohne die Sucht als Ersatz.
T – Tired (Müde): Schlafmangel macht das Gehirn reizbar und impulsiv. Wenn du erschöpft bist: Ist Nachgeben jetzt wirklich die Lösung – oder brauchst du Schlaf, Pause, Liegen?
Wenn ein oder mehrere HALT-Punkte zutreffen: Still zuerst das echte Bedürfnis. Trink Wasser, iss etwas, ruf an, leg dich hin. Danach – oft mit niedrigerer Drang-Stärke – entscheide neu.
Wenn alle HALT-Punkte eher „nein“ sind: Der Drang hat vermutlich andere Ursachen (Trigger, Gewohnheit, Erinnerung). Dann: Urge Surfing, 10-Minuten-Regel oder Notfallplan nutzen.
Vier Buchstaben als Notbremse: In der Pause zwischen Impuls und Handlung entscheidest du bewusst – statt automatisch zu reagieren.
S – Stop: Unterbrich alles. Wenn du am Handy bist: Gerät hinlegen. Wenn du aufstehen willst: Erst stehen bleiben. Sage innerlich „Stopp“ – laut, wenn es hilft.
T – Take a breath (Durchatmen): Ein langsamer Atemzug ein, länger aus. Noch einer. Du brauchst keine perfekte Atemübung – nur einen Moment ohne Handlung.
O – Observe (Wahrnehmen): Was passiert gerade? Körper: Herz, Hitze, Zittern? Gedanken: „Ich brauche das jetzt“? Gefühl: Stress, Leere, Wut? Benenne es neutral, ohne zu bewerten.
P – Proceed (Bewusst weitermachen): Frage dich: „Was würde mir in einer Stunde wirklich helfen – nicht nur in den nächsten 5 Minuten?“ Wähle eine kleine Handlung: Wasser, rausgehen, anrufen, Timer, andere Übung.
Die ganze STOP-Sequenz dauert oft unter einer Minute. Wiederhole sie, wenn der Drang erneut ansteigt. Jeder Stopp ist ein Sieg – auch wenn du danach noch unwohl fühlst.
Beruhigende Videos – passend zu deinem aktuellen Drangmoment.
Bodyscan für mehr Achtsamkeit - 10 Minuten geführte Meditation
Geführte Atemübung zum Beruhigen des Nervensystems.
Leichte Bewegung, um Energie umzuleiten.
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Körper aktivieren, kaltes Wasser, 5-4-3-2-1 Übung, Zimmer wechseln.
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