Für Angehörige
Du kannst nicht für jemanden aufhören. Aber du kannst helfen – und Grenzen setzen.
Was Angehörige tun können
- Zuhören, ohne zu predigen oder zu beschämen
- Informiert bleiben über Sucht als Erkrankung
- Eigene Grenzen klar kommunizieren
- Hilfsangebote vorbereiten, aber nicht erzwingen
- Auf eigene Gesundheit achten
- Selbsthilfegruppen für Angehörige nutzen
Was sie nicht tun sollten
- Finanzieren oder Decken von Konsum
- Bedrohen oder demütigen
- Heimlich kontrollieren ohne Absprache
- Die Verantwortung für die Sucht übernehmen
- Sich selbst vergessen
Grenzen setzen
Grenzen sind kein Verrat – sie sind Schutz für beide Seiten. Formuliere klar: Was ist okay, was nicht? Was passiert, wenn Grenzen überschritten werden?
Rückfälle verstehen
Rückfälle sind bei Suchterkrankungen häufig – nicht das Ende, sondern Teil des Prozesses. Reagiere nicht mit Vorwürfen, sondern frage: Was brauchst du jetzt?
Notfallzeichen
Suizidgedanken, Gewalt, Bewusstlosigkeit, schwere Entzugssymptome – dann sofort 112 oder 116117.